Susanne Ackermann & Ted Green – Malerei und Installation

open systems

Susanne Ackermann & Ted Green

 

Einführung: Dr. Berthold Naumann Kunsthistoriker, Stuttgart

SUSANNE ACKERMANN (geb. 1962) studierte Malerei an der Staatl. Akad. d. Bild. Künste in Karlsruhe. In ihren meist großformatigen Arbeiten verknüpft sie die raumbildende Kraft der Farbe mit geometrisch-rationalen Strukturen, die offene Denk- und Erfahrungsräume bilden – nicht zuletzt für subjektive Erinnerungen an Orte, Landschaften und Naturphänomene. Durch sich vielfach überlagernde lasierende Farbaufträge in leuchtender Farbigkeit schafft die Künstlerin Bilder mit einer unergründlichen Tiefe. Das Zusammenspiel von Form und Raum wird durch die technische Möglichkeit des transparenten Farbauftrags gesteigert und bekommt eine nahezu magische Strahlkraft. So entstehen Kompositionen von hohem malerischen Reiz und poetischer Wirkung. Die Abstraktion in der Malerei Susanne Ackermanns resultiert weniger aus den rationalen Theorien der Moderne als vielmehr aus der Systematik ihrer Arbeiten. Farbe und Form werden als autonome Einheiten begriffen. Dabei wird nicht die Welt abstrahiert, sondern von der Abstraktion auf die Welt geschlossen.

Der US-amerikanische Maler TED GREEN (geb. 1963) studierte an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Lüpertz. Er erforscht den Raum zwischen gegenstandsloser und figurativer Kunst. Der Inhalt seiner Bilder beruht im Wesentlichen auf einer naturwissenschaftlichen biomorphen Formensprache, wobei eine direkte Verbindung zur vertrauten Außenwelt stets verneint wird. Die symmetrische Verspiegelung von Gegenständen und Mustern ist von den Körperbau-plänen von Lebewesen abgeleitet, zusammen mit rhythmischen Wiederholungen dient sie als Kontrast zu dem universellen Chaos. Prozesshaft geht der Künstler in immer neuen Anläufen neue symmetrische Variationen an, indem er von ihm geschaffene Schablonen und Formen miteinander verbindet, die sich in komplex miteinander verflochtenen Grafikmustern überlagern. Seine Papierinstallationen werden so in die Ecken des Raumes montiert, dass die ornamentalen Muster und die sich überlappenden Schichten die zweidimensionale Oberfläche des Bildes verlassen. Das Bild wird zu einer Skulptur.

Sonntag Januar 17 2016 — Sonntag März 6 2016
11:15

Galerieverein Leonberg e.V.

Susanne Ackermann, Ted Green

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