8. & 9. Januar 2026
Isabelle Hannemann & Marcel Sparmann
Nebelbesuche
Performative Installation
Am Donnerstag findet um 19 Uhr ein Nebelbesuch statt, am Freitag um 19 Uhr ist die Ausstellung zu besuchen und die Performer sind anwesend und es wird interaktiver.
Begleitende Worte: Jacob Fries, Leiter der Betreuungsgruppen Demenz bei der Leonberger Sozialstation.
Um einen Spendenbetrag in Höhe von 10 Euro wird gebeten.
„Nebelbesuche – oder, wenn jetzt noch Zeit zum Tanzen wäre.”
Eine performativ bespielte Installation von Isabelle Hannemann und Marcel Sparmann
Ein Besuch bei einem demenzerkrankten Menschen ist immer von Überraschungen geprägt. Begegnungen folgen eigenen, unvorhersehbaren Dramaturgien, in denen sich Vergessen, Unruhe, Vermissen und das stetige Neuordnen von Wirklichkeit überlagern. In der performativ bespielten Installation „Nebelbesuche – oder, wenn jetzt noch Zeit zum Tanzen wäre.” widmen sich Isabelle Hannemann und Marcel Sparmann diesen Verschiebungen in der Selbst- und Fremderzählung – und machen sie in poetischer, respektvoller Weise erfahrbar.
Die Installation verbindet bildende Kunst, Bewegung, Raum und Performance zu einem offenen Erfahrungsfeld. Sie wird durch performative Interventionen belebt, die das Fragile, Fragmentierte und Prozesshafte von Erinnerung sichtbar machen. Dabei entsteht kein festes Narrativ, sondern ein sich ständig verändernder Zustand zwischen Nähe und Distanz, Klarheit und Nebel, Ernst und Leichtigkeit.
Isabelle Hannemann, Malerin mit Balletthintergrund, bringt ihre visuelle und körperliche Praxis ebenso ein wie ihre intensive Auseinandersetzung mit Demenz, Erinnerung und familiärer Transformation. Marcel Sparmann arbeitet an der Schnittstelle von Performancekunst, Theater und künstlerisch-systemischer Reflexion. Gemeinsam entwickeln sie eine künstlerische Sprache, die weniger erklärt als erlebt werden will.
„Nebelbesuche“ versteht sich als Einladung, Demenz als als eine veränderte Form von Gegenwart zu betrachten. Die performativ bespielte Installation schafft einen Raum, in dem Verbindung neu gedacht wird – jenseits von Linearität, Logik und Kontrolle.
Eine Ausstellung, die berührt, irritiert und öffnet – und die fragt, wie Begegnung möglich bleibt, wenn Gewissheiten sich auflösen.
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Galerieverein Leonberg e.V.
Isabelle Hannemann, Marcel Sparmann